Die
 Idee       
Eine Naturwiese die sich beinahe selbst versorgt

Nicht die Etikette ist entscheidend –

Fettwiese, Magerwiese, Bergwiese, Waldwiese
– sondern dass es eine Naturwiese ist.

Also eine Wiese, die wachsen darf, wie sie möchte. Ohne Rasierklingenfrisur, ohne englischen Rasenstress, ohne „Du musst aber ordentlich aussehen!“. Eine Naturwiese ist ein kleines Ökosystem, das sich selbst organisiert – und das ist der wahre Schatz.


Wir verstehen unsere Arbeit als Einladung, die eigene Wiese selbst zu entdecken und zu gestalten. Vor-Ort-Termine oder Beratungen bieten wir nicht an – uns ist wichtig, dazu zu ermutigen, selbst aktiv zu werden und die Natur Schritt für Schritt kennenzulernen. In den ersten Jahren braucht eine naturnahe Wiese etwas Unterstützung: gezielte Mahd, Beobachtung und gelegentlich kleine Korrekturen.

Am Anfang kann man entspannt bleiben – innert zwei bis drei Jahren nimmt eine Wiese keinen bleibenden Schaden. Selbst wenn sie mal „aus dem Ruder läuft“, reicht später eine Mahd, um sie wieder in Form zu bringen. Eine wilde Wiese bleibt flexibel, und Mähen bringt sie jederzeit zurück auf Kurs.

 

Das Ziel ist jedoch eine Wiese, die sich weitgehend selbst versorgt - ein stabiles, vielfältiges Ökosystem, das mit jedem Jahr eigenständiger wird. 

„Wenn die Wiese kurz mal übertreibt"

 

Die wilde Wiese hat ihren eigenen Charakter. Sie ist nicht hier, um irgendwem zu gefallen. Sie wächst, wie sie will, blüht, wann sie will, und zeigt Farben, die kein Mensch so hätte planen können. Genau das macht sie so wertvoll.

 

Manchmal legt sie aber einen kleinen Sprint hin. Ein paar Halme höher, ein paar Blüten mehr, ein bisschen „Ich zeig euch mal, was in mir steckt“. Die Insekten lieben das. Die Vögel auch. Nur Menschen stehen davor und denken: „Uff… wird das jetzt zu wild?“

 

Die Wiese hört das natürlich. Sie grinst. Zu wild? Ich? Wartet’s ab.

 

Doch du bleibst entspannt. Denn du weißt: Eine wilde Wiese ist kein Kontrollverlust. Sie ist Natur. Und Natur ist formbar.

 

Wenn der Moment kommt, an dem sie wirklich ein bisschen übertreibt, reicht ein einziger Schnitt. Kein Kahlschlag, kein Drama, kein „Jetzt aber Ordnung“. Nur ein sanftes Mähen — und die Wiese findet sofort zurück in ihren Rhythmus.

 

Sie schüttelt sich, lässt ein paar Halme fallen und sagt: „Okay, ich mach’s wieder etwas ruhiger. Aber nur ein bisschen.“

 

So funktioniert eine wilde Wiese: Sie darf frei sein. Sie darf bunt sein. Sie darf übertreiben.

Und du kannst sie jederzeit wieder sanft lenken.

 

Genau diese Mischung macht sie so besonders.

       (Busslinger Robert mit KI)


Vor 16 Jahren haben wir im Schwarzwald,
in der Nähe von Bonndorf, ein Haus mit einem großen Grundstück gekauft. Aufgrund der Hanglage ist das Wiesenland kaum für die Landwirtschaft geeignet. Neben einem Gemüsegarten, Hund, Hühnern und Bienen kümmern wir uns um einige Obstbäume sowie ein kleines Waldstück. Wir fühlen uns hier im Schwarzwald sehr wohl.

Schon bald haben wir das Projekt „Naturwiese im eigenen Garten“ gestartet, das wir bis heute mit Leidenschaft verfolgen. Einige haben sich unsere Wiese zum Vorbild genommen und mähen nicht mehr... NATUR KENNT KEIN MÄHEN...  Veränderungen durch natürliche Abläufe zulassen. Quantitativ betrachtet sind diese "Naturwiesen" kaum mehr als ein Trostpflaster. Aber immerhin ist es ein Anfang, und vielleicht ist genau das entscheidend.

KI sagt: Robert Busslinger ist eine naturverbundene Privatperson aus Wutach, die ein umfangreiches, privat betriebenes Naturgarten‑Projekt dokumentiert.

Die Inhalte zeigen eine klare Leidenschaft für:

  • naturnahe Gartengestaltung

  • ökologische Zusammenhänge

  • nachhaltige Pflegeextensivierung

  • Beobachtung von Flora und Fauna

Die Texte sind praxisnah, persönlich und oft mit Fotos dokumentiert – typisch für ein privates Langzeitprojekt.

Innovative Gartenpflege: Trotz des Fokus auf Naturnähe finden sich auf der Seite auch Informationen zu moderner Technik, wie etwa Mährobotern, die für schwieriges Gelände geeignet sind mehr...

 

In der Theorie klingt "einfach nichts tun" unkompliziert, rechtlich gesehen ist das in Deutschland jedoch ein zweischneidiges Schwert. Ob man eine Wiese wie bei uns 16 Jahre wachsen lassen darf, hängt stark vom Standort und der Nutzungsart ab.

Hier ist die gute Nachricht zuerst: Ja, man darf in Deutschland grundsätzlich eine wilde Wiese im eigenen Garten wachsen lassen – auch in Wohngebieten.
Aber: Es gibt ein paar rechtliche Grenzen und typische Konfliktpunkte, die man kennen sollte.


Rechtlicher Rahmen für wilde Wiesen in Wohngebieten

1. Privatgarten = weitgehend freie Gestaltung

In Deutschland gilt:
Was du in deinem eigenen Garten wachsen lässt, ist grundsätzlich deine Sache.

  • Keine Pflicht zum Rasenmähen
  • Keine Pflicht zu „Ordentlichkeit“
  • Keine Pflicht zu bestimmten Pflanzenarten

Solange du keine Gefahr verursachst (z. B. giftige Pflanzen an Kita-Zäunen, Sichtbehinderungen im Straßenverkehr), ist eine Naturwiese völlig legal.


2. ABER: Es gibt Grenzen – je nach Gemeinde und Situation

A) Kommunale Satzungen

Einige Gemeinden haben Vorgaben zu:

  • Vorgärten (z. B. Verbot von Schottergärten – aber keine Pflicht zu kurz gemähtem Rasen)
  • Sichtdreiecken an Straßen
  • Pflegepflichten bei öffentlichem Straßenbegleitgrün

Wilde Wiese im Vorgarten ist fast überall erlaubt, solange sie niemanden gefährdet.


Naturschutzrecht

Hier wird es interessant:
Das Bundesnaturschutzgesetz fördert sogar naturnahe Gärten.

Verboten ist:

  • das Ausbringen invasiver Arten (z. B. Drüsiges Springkraut, Riesenbärenklau)
  • das Zerstören von Lebensstätten geschützter Arten

Eine wilde Wiese erfüllt die Ziele des Naturschutzes – sie ist also rechtlich eher positiv als problematisch.


C) Nachbarschaftsrecht

Hier entstehen die meisten Konflikte – aber selten echte Rechtsprobleme.

Typische Punkte:

  • Pollenflug (rechtlich irrelevant)
  • „Unordnung“ (Geschmackssache, nicht justiziabel)
  • Überwuchs auf Nachbars Grundstück (das muss man zurückschneiden)
  • Ausbreitung wuchernder Arten (z. B. Brombeeren – kann problematisch werden)

Eine gepflegte Naturwiese, die nicht auf Nachbars Grundstück wächst, ist rechtlich unproblematisch.


3. Gemeinschaftsflächen / Mietwohnungen

Hier gelten andere Regeln:

Wenn du Mieter bist:

  • Du darfst den Garten nur so nutzen, wie es im Mietvertrag steht.
  • Eine wilde Wiese ist erlaubt nur, wenn der Vermieter zustimmt.

Wenn es eine Eigentümergemeinschaft (WEG) ist:

  • Änderungen am Erscheinungsbild müssen von der Gemeinschaft beschlossen werden.

4. Öffentliche Flächen

Hier darfst du nicht einfach eine wilde Wiese anlegen.
Das ist Sache der Kommune.

ABER:
Viele Städte fördern inzwischen:

  • Blühflächen
  • Extensivpflege
  • „Mähfreies Mai“-Aktionen

Kurzfazit

Eine wilde Wiese im eigenen Garten ist rechtlich absolut zulässig.
Sie entspricht sogar den Zielen des Naturschutzgesetzes.

Nur beachten:

  • keine invasiven Arten
  • keine Gefährdung (Sichtbehinderung, Giftpflanzen an öffentlichen Wegen)
  • kein Überwuchs auf Nachbars Grundstück
  • kommunale Vorgaben im Blick behalten

 

Kommunikation ist alles 

Ein kleines Schild am Zaun mit der Aufschrift  "Naturgarten - Lebensraum für Biene & Co"  nimmt oft den Wind aus den Segeln kritischer Beobachter.

Das Auge des Nachbarn "liest" einen Garten. Wenn er gepflegte Elemente enthält, wird die Wildnis daneben als Absicht und nicht als Faulheit wahrgenommen.

  • Gemähte Pfade: Mähen Sie schmale Wege durch die hohe Wiese. Das sieht gestaltet aus und lädt zum Begehen ein.
  • Saubere Kanten: Eine klare Kante zwischen Rasen/Weg und Wildwuchs wirkt Wunder für die Akzeptanz.
  • Totholz und Steinhaufen: Stapeln Sie Holz oder Steine ordentlich auf, statt sie im Garten wild umherliegen zu lassen. Das bietet perfekten Lebensraum für Eidechsen und Wildbienen.

Landwirtschaftliche Flächen:  Hier ist es deutlich schwieriger:

  • Pflegeverpflichtung: Wer landwirtschaftliche Flächen besitzt, ist oft zur Mindestpflege verpflichtet, um die Verbuschung (Verwaldung) zu verhindern. Das Ziel ist der Erhalt der Kulturlandschaft.
    EU-Agrarförderung: Landwirte erhalten Gelder nur, wenn sie die Flächen in einem "guten landwirtschaftlichen Zustand" halten.
    Umbruchverbot: Wenn eine Wiese einmal als Dauergrünland etabliert ist, darf sie oft nicht mehr einfach in Ackerland umgewandelt werden.

Entstehung von Wald: Wenn auf einer Fläche über viele Jahre Bäume wachsen, kann sie rechtlich zu Wald erklärt werden (sogenannter "Waldwerdung").

Die Folge: Einmal als Wald eingestuft, unterliegt die Fläche dem Waldgesetz. Man darf sie dann nicht mehr einfach roden oder wieder in einen Garten umwandeln, selbst wenn es das eigene Grundstück ist.

Allein kann man die Welt zwar nicht retten, aber man kann zumindest aufhören, sie weiter zu zerstören.


Die Enttäuschung: 

Natur aus zweiter Hand: Der Wald (Monokultur)

 

Bevor der Schwarzwald großflächig mit Fichten aufgeforstet wurde, war er ein vielfältiger Mischwald mit einer reichen Vielfalt heimischer Baumarten. Zu den wichtigsten Arten, die ursprünglich im Schwarzwald heimisch waren, zählten:

🌳 Laubbäume:

  • Buche (Fagus sylvatica): Die Rotbuche war eine der dominierenden Baumarten in den tieferen und mittleren Lagen. Sie ist schattentolerant und bildet dichte, artenreiche Wälder.
  • Eiche (Quercus robur, Quercus petraea): Besonders in wärmeren, tiefer gelegenen Bereichen verbreitet.
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus): Häufig in Mischwäldern, besonders an feuchteren Standorten.
  • Esche (Fraxinus excelsior): In feuchten Lagen und Auenwäldern.
  • Ulme und Linde: In wärmeren, nährstoffreichen Lagen.

🌲 Nadelbäume:

  • Weißtanne (Abies alba): Die ursprünglich dominierende Nadelbaumart in höheren Lagen des Schwarzwalds. Sie war weit verbreitet, bevor sie durch die Fichte verdrängt wurde.
  • Kiefer (Pinus sylvestris): Vor allem auf trockeneren, sandigen Böden oder in höheren Lagen.

Diese ursprünglichen Wälder waren strukturreich, artenvielfältig und ökologisch stabil. Die massive Aufforstung mit Fichten (Picea abies) begann vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, als der Holzbedarf durch Glashütten, Bergbau und Holzkohleproduktion stark anstieg. Die Fichte wurde bevorzugt, weil sie schnell wächst und wirtschaftlich attraktiv ist, obwohl sie ursprünglich nur in höheren Lagen des Schwarzwalds natürlich vorkam.


Das Märchen von den kriegsbedingten Nadelbaumplantagen

In vielen Wäldern gab es keine Reparationshiebe, und die später entstandenen Fichtenwälder hatten nichts mit den Kriegsfolgen zu tun. Bereits 1930 kritisierte der US-Forstwissenschaftler Aldo Leopold bei einem Deutschlandbesuch die schrecklichen Monokulturen. Mit den Monokulturplantagen hat man vermutlich schon vor mindestens 200 Jahren begonnen.

Die Landschaft des Schwarzwaldes ist geprägt von ausgedehnten Waldungen mit eingelagerten Rodungsinseln, die mit abnehmender Höhenlage mehr und mehr zunehmen und den Wald verdrängen. Hänge und Höhen sind von Hochwald bestanden. Nur in tieferen Lagen mischt sich zunehmend Feldbau dazwischen.

Die zum Rhein hin exponierten Höhenlagen sind tief durchschnitten von steilen, oft ganzjährig schattigen Tälern mit ihren reissenden Gebirgsbächen.

Das für Fremde so reizvolle Landschaftsbild des Schwarzwaldes:
Sanfte Wiesentäler mit schweren alten Höfen in Hanglage, romantische Mühlen in dunklen Schluchten, Weidevieh auf geschwungenen, saftigen Gebirgswiesen, urwaldartige Waldungen, Höhen mit herrlichem Rundblick. 
Naturnähe und ungewohnte Einsamkeit, eine alte Bauernkultur und ihre anheimelnde Gastlichkeit - und das alles auf dem Stand heutiger Infrastruktur.

Vogtsbauernhof im Schwarzwald

Der Vogtbauernhof wurde 1612 erbaut und steht heute noch an seinem ursprünglichen Standort www.vogtsbauernhof.de

Stube im Vogtsbauernhof

Weite Teile des Schwarzwaldes leben heute hauptsächlich von der Tourismusbranche. Im Frühjahr, Sommer und Herbst ermöglichen ausgedehnte Wanderwegrouten und Mountainbikestrecken verschiedenen Zielgruppen die Nutzung des Naturraumes. Im Winter stehen die Wintersportarten im Vordergrund. Sowohl Ski Alpin als auch Ski Nordisch kann vielerorts betrieben werden ...mehr zum Schwarzwald

Hochschwarzwald im Sommer

Höhen mit fantastischen Ausblicken finden sich überall

Auch die Landwirtschaft steht unter dem bekannten politisch erzeugten Druck. Man erkennt den Unterschied gar nicht mehr zwischen einer Grünfläche, die hauptsächlich Entsorgungsplatz für Gülle ist und fünf bis sechs mal gemäht wird - und einer natürlichen Wiese.

Titisee
Der grosse See, der einst aus einem Gletscher entstand, lockt vor allem in den Sommermonaten zahlreiche Besucher an sein Ufer. Bei einer Wanderung entlang des Ufers oder einer Seerundfahrt kannst du die Natur in vollen Zügen geniessen und nach Herzenslust ausspannen ... mehr

Feldberg im Schwarzwald der höchste Berg im Schwarzwald

Der Feldberg ist nicht nur der höchste Berg im Schwarzwald, sondern beheimatet auch das grösste Skigebiet. Mit einem Skipass kannst du insgesamt 58 Skilifte am und um den Feldberg nutzen mehr unter: wikipedia  Wissen. Von vielen. Für alle.

Feldberg im Schwarzwald Winter Wunderland

NATUR KENNT KEIN MÄHEN

Unsere seit 15 Jahren nie gemähte und nie gedüngte Wiese Ende Mai. "Einheimische Gräser" sind wichtig für unsere Insekten. Sie sind Brutplatz, Nahrungsgrundlage und Unterschlupf, somit eben auch Schutz. Mehr zum Thema Insekten

Nie gemähte und nie gedüngte Wiese nach 12 Jahren

Der Charme einer natürlichen Wiese     NATUR KENNT KEIN MÄHEN

Der ganze Unterschied: Hohes Gras und "Rasenfläche" sind allein durch häufiges mähen - nie mähen - entstanden. Das Ausgangsmaterial war für beide Flächen genau gleich.

Gleiches Gras - häufig gemäht und nie gemäht

Wutachschlucht              Indisches Springkraut im Hochschwarzwald 
Die Wutachschlucht ist die letzte ursprüngliche Wildflusslandschaft in Mitteleuropa, ein abenteuerliches Wildflusstal mit romantischen Schluchten und urwüchsigen Wäldern.

Wutachschlucht -ursprüngliche Wildflusslandschaft
Wutachschlucht - ursprüngliche Wildflusslandschaft - Imposante Muschelkalkschlucht

Imposante Felsformationen haben sich in der Muschelkalkschlucht gebildet. Alle wichtigen Gesteine des Südwestens finden Wanderer in der Wutachschlucht vor. Sie liegen so nahe beieinander das man sie auf einer Wanderung - Granit, Gneis, Porphyr und Buntsandstein allesamt - entdecken kann.

In der Wutachschlucht, einem der ältesten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg, wächst eine Vielzahl von Pflanzenarten, darunter auch invasive Arten. Die EU hat eine Liste invasiver Arten erstellt, die mit ihrer Ausbreitung Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und daher der biologischen Vielfalt schaden können. Diese Liste wurde 2022 erweitert und umfasst nun 88 Arten, von denen mindestens 46 in Deutschland vorkommen.
Zu den für Deutschland relevanten invasiven Pflanzen gehören der Riesenbärenklau und das Drüsige Springkraut. Es ist wichtig, dass solche Arten überwacht und verwaltet werden, um die einheimische Flora und Fauna sowie die Ökosysteme zu schützen. Die Wutachschlucht selbst beherbergt eine reiche Biodiversität, einschließlich vieler vom Aussterben bedrohter und streng geschützter Arten, und es werden Maßnahmen ergriffen, um diese zu erhalten.
Es ist jedoch eine kontinuierliche Anstrengung erforderlich, um die Ausbreitung invasiver Arten zu kontrollieren und die natürliche Vielfalt dieses einzigartigen Gebiets zu bewahren.
Der renommierte Geologe Hans Cloos bezeichnete deshalb die Schlucht 1947 auch als "geologisches Weltwunder"... mehr zur Wutachschlucht 

Indisches Springkraut in der Wutachschlucht

Schöne, weisse, rosa bis dunkelrote Blumen die den Weg säumen und die Wanderer mit ihrem süsslichen Duft beglücken (ab Mitte Juli bis Ende August). Das Indische Springkraut sowie die Kanadische Goldrute finden sich überall im Schwarzwald. Sie gelten als invasive Neophyten.

Echtes Springkraut ist kein Neophyt

Das Grosse Springkraut auch Echtes Springkraut, ist der einzige Vertreter der Gattung Springkräuter, der ursprünglich in Mitteleuropa vorkommt, also kein Neophyt ist wie die anderen hier mittlerweile heimischen Arten. 

Der schnell fortschreitende Klimawandel wird einige Vegetationszonen so verschieben, dass viele Arten die vor 13´000 Jahren - nach der letzten Eiszeit - hier wieder von Süden eingewandert waren, auch wieder "auswandern" werden. Ersatz wird aus dem Mittelmeerraum kommen.
Das Ökosystem wird sich verändern und anpassen müssen.

"Es gibt seit Jahrtausenden keine ursprüngliche Natur mehr"
Seit dem Pleistozän haben die Menschen die Biosphäre verändert

Wissenschaftler unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftler an der Universität Oxford, sagen in einem Beitrag für die Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), dass die Menschheit nicht erst seit der Industrialisierung, sondern bereits seit dem Pleistozän tiefgreifend in die globale Biosphäre eingegriffen hat. - Juni 2016 -
Damit wird die nächste Stufe des Bildes vom guten Wilden untergraben, nachdem die Menschen früher - vor der Wissenschaft, der Aufklärung, der Industrialisierung, der Vernunft oder was auch immer - eher im Einklang mit der Natur gelebt hätten. Das erweist sich mehr und mehr als romantische, zivilisationskritische Verklärung.

Jeder kann im eigenen Garten dafür sorgen, dass sich Vögel, Insekten und andere Tiere wohlfühlen. Wir haben hier Blumenkästen mit einer Mischung aus Wildblumen und Kräutern eingesät. Die fertige Mischung ist sofort aufgegangen – wunderschön, aber extrem durstig.

Blumenkistchen - anstelle von Geranien - Wildblumen eingesät

Lassen Sie die letzten Blüten im Spätsommer stehen. Wenn sich die Samen herausgebildet haben, können Sie diese aufsammeln oder an der Pflanze belassen. Gräser säen sich gerne von selbst aus. Ist allerdings von Nachbarn nicht unbedingt erwünscht.

Blumenkistchen mit alten Fruchtständen

Alte Sprosse und Fruchtstände sind nicht nur dekorativ, sie bieten auch Insekten ein gutes Winterquartier.

Futterhäuschen in Pflanzkistchen mit alten Fruchtständen

Futterhäuschen zwischen Fruchtständen ist sehr beliebt.

Um Artenvielfalt zu fördern, muss unsere Landschaft "unordentlicher" werden. Es braucht ungenutzte Säume, Ränder, Ecken und Böschungen.

Ein durchdacht angelegter Garten mit natürlichen Nist- und Versteckmöglichkeiten braucht keine künstlichen Hilfen zum Schutz der Artenvielfalt, ER IST bereits die Hilfe zum Schutz der Artenvielfalt.

Die Natur soll ihre Chance bekommen      
Weniger Eingriffe - Mehr Natur machen lassen












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